Netzwerk gegen Internetkriminalität

Justiz reagiert auf steigende Zahl von Online-Delikten

Die Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg reagiert mit einer Schulungsoffensive auf die steigende Zahl von Straftaten im Internet. Alle etwa 190 Strafverfolger im Zuständigkeitsbereich (Staatsanwaltschaften Oldenburg, Osnabrück und Aurich) werden ab Frühjahr fortgebildet. „Wir wollen alle Staats- und Amtsanwälte in die Lage versetzen, gegen diese Kriminalität effektiv vorzugehen“, kündigte Generalstaatsanwalt Andreas Heuer bei einem Besuch der NWZ  an. Hintergrund ist die Ausweitung von Online-Delikten sowohl im Unternehmens- als auch im Privatbereich.

Bis Ende dieses Jahres werden den Plänen zufolge die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschult. Im Anschluss seien Aufbaukurse geplant, die alle Strafverfolger fortlaufend auf dem Stand der Entwicklung halten, kündigte Heuer an. Der 49-Jährige hat das Amt im September von seinem Vorgänger Horst Rudolf Finger übernommen.

Nach erfolgreichem Verlauf des Pilotprojekts in Oldenburg werden die Schulungen auf die Bezirke der beiden anderen Generalstaatsanwaltschaften in Niedersachsen (Braunschweig und Celle) ausgeweitet, sagte Heuer.

Bereits im Januar 2012 haben in Göttingen, Osnabrück und Verden drei Schwerpunktstaatsanwaltschaften zur Bekämpfung der Internetkriminalität die Arbeit aufgenommen. Mitarbeiter dieser Zentralstellen werden nun ihre Kollegen im Bereich der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg schulen.

Quelle: nwzonline

Melango: Nach Vergleichsangebot nun Stornierungsangebot ??

Seit Anfang diesen Jahres bekommen Abofallen-Opfer der Seiten mega-einkaufsquellen.de (Betreiber: Melango GmbH in Chemnitz) ein Schreiben, worin ihnen angeboten wird, den Vertrag für eine Gebühr von 25 EUR zu stornieren. Es handle sich dabei lediglich um eine Aufwandsentschädigung für Porto- und Stornierungskosten, ein Gewinn entstehe dem Unternehmen nicht.

Ob dieses Vorgehen (und auch die aktuelle Neugestaltung der Website) möglicherweise bereits mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt im Zusammenhang steht, lässt sich leider nicht beantworten. Immerhin beruft sich die Melango GmbH in diesem Schreiben auf eine “seriöse Geschäftstätigkeit”.

Wir schließen uns der Meinung der Verbraucherzentralen, zahlreicher Amtsgerichte und Anwälten an, dass ein wirksamer Vertrag zwischen den meisten Betroffenen und der Melango nicht zustande gekommen ist und auch daher der Vertrag nicht storniert werden muss. Vielmehr scheint sich die Melango GmbH auf ein Abschöpfen der Zahlungsunwilligen einzuschießen, denn eines ist sicher: das Verhältnis zwischen Gemahnten und Zahlenden “Kunden” wird immer schlechter – und das Briefporto seit diesem Jahr teurer.