Netzwerk gegen Internetkriminalität

Tropmi Payment GmbH betreibt weiter Abzocke im großen Stil

Die Rechtsanwälte Ratzwill, Blidon und Kleinspehn berichten auf Ihrer Homepage über die Rückkehr der Abzocker mit neuer Masche:

Die Tropmi Payment GmbH mahnt Forderungen an, die teilweise schon Jahre zurück liegen und aus Klicks auf Seiten wie z.B. opendownload.de resultieren sollen. Zahlen soll der Adressat an die Inside Heute GmbH, die unter der gleichen Firmenanschrift wie die Tropmi Payment GmbH ansässig ist und an die diese Forderungen angeblich abgetreten wurden. Die Hintermänner, die Gebrüder Schmidtlein sind bereits wegen des Verdachts des gewerbsmässigen Betruges von der Staatsanwaltschaft angeklagt worden, die Verhandlung steht noch aus.

Auf Mahnungen der Tropmi Payment GmbH sollte nicht reagiert und schon gar nicht gezahlt werden.

 

OLG Frankfurt: Unbefugte Drohung mit Schufa-Eintrag kann abgemahnt werden

Rechtsanwältin Stefanie Hagendorff hat ein interessantes Urteil erstritten. Im Berufungsurteil des OLG Frankfurt gegen die IContent GmbH als Betreiberin der Abofallenwebseite outlets.de, hat ein Unternehmen es zu unterlassen, Unternehmer oder Verbraucher mit Drohung eines Schufaeintrags anzuschreiben, wenn sich diese nicht bei einem Internetdienst angemeldet haben. Tun sie es doch, kann dieses Verhalten abgemahnt werden.

Dieses Urteil dürfte richtungsweisend sein. Wir folgen daher der Empfehlung von Frau Hagendorff und fordern Betroffene (egal ob Verbraucher oder Gewerbetreibende), die sich nicht nachweislich auf einer solchen Seite angemeldet haben, daher dazu auf, sich anwaltlich über die Möglichkeiten einer Abmahnung beraten zu lassen.

Razzia wegen Verdachts des Betruges bei der “Gewerbeauskunftszentrale”

Wie der Kölner Stadanzeiger bereits am 02.10. berichtet hat, gab es bei 16 Firmen in Köln und drei Anwaltskanzleien eine Durchsuchung der Staatsanwaltschaft und der Polizei. Laut Aussage von Oberstaatsanwalt Ralf Möllmann steht der Verdacht des Betruges im Raum.
Hintergrund: Die Gewerbeauskunftszentrale aus Düsseldorf schreibt immer wieder Firmen, Vereine und Behörden mit einem Briefbogen an, der einem behördlichen Schreiben ähnelt. Darin wird im Kleingedruckten geschickt ein Branchenbucheintrag offeriert. Wenn die Betroffenen das Schreiben zurückgesandt haben, kam überraschend eine Zahlungsaufforderung des Unternehmens. Gegen die Gewerbeauskunftszentrale liegen bereits über 4500 Anzeigen vor, so der Oberstaatsanwalt.
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